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Der Mai ist gekommen...

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Der Mai ist gekommen...
© Pixabay

Sie sind wieder da!

So titelte schon vor einigen Tagen der Naturschutzbund (Nabu). Tatsächlich konnte man schon um Ostern herum in Niedersachsen und mancherorts auch in Hessen auf Maikäfer treffen. Man erwarte allerdings keine Maikäferplage wie noch im vergangenen Jahrhundert, hieß es dann weiter.

Mag sein, dass Sie sich an Solches erinnern. Die putzigen Käfer, die in der frühen Morgenzeit noch ziemlich müde wirkten, was natürlich der Kühle der Nacht geschuldet war. Man konnte sie dann relativ leicht fangen. Aber da war noch etwas, das diesen Monat ausmachte und ausmacht. Das Aufblühen und Aufwachsen der Natur und…

Der Mai ist für uns Katholiken der Marienmonat. Ein für mich wunderbares Lied, das sich leider im Gotteslob unserer Diözese Limburg nicht mehr findet, kennen Sie sicher auch: Maria Maienkönigin. Bei mir werden Erinnerungen wach, an die vielen Maiandachten in unserer Pfarrkirche, an den Maialtar im Hausflur bei uns zu Hause, an viele Begegnungen mit Freunden und etliche Dienste als Ministrant. Und auch der Blick auf diese Frau, auf Maria, die mir immer mehr – je älter ich werde – zu einem greifbaren Glaubensvorbild wird in ihrer Offenheit, ihrem Vertrauen und auch in ihrer Leidensfähigkeit. Nur damit es nicht in Vergessenheit gerät und Ihnen vielleicht auch als Anregung und kleine Gebetshilfe gerade für diesen Monat:

Maria, Maienkönigin

1) Maria, Maienkönigin! Dich will der Mai begrü­ßen.
O segne ihn mit hol­dem Sinn und uns zu dei­nen Füßen!
Maria, wir emp­feh­len dir, was grünt und blüht auf Erden,
lass uns in die­ser Pracht und Zier das Werk des Schöp­fers ehren.

2) Behüte uns mit treuem Fleiß, o Köni­gin der Frauen,
die Her­zens­blü­ten lili­en­weiß auf grü­nen Mai­e­sauen!
Lass diese Blu­men um und um in allen Her­zen spros­sen,
und mache sie zum Hei­lig­tum, drin sich der Mai erschlos­sen!

3) Behüte auch, Maria rein, du größte aller Frauen,
das Got­tes­volk, die Kin­der dein, im Glau­ben und Ver­trauen
zu Jesus Chris­tus, dei­nem Sohn, dem Ret­ter und Befreier.
Lob­preis durch ihn in Ewig­keit des Vaters Macht und Treue!

4) O öffne Him­mels­kö­ni­gin, im Lied uns Herz und Stimme,
zu dan­ken Gott im Heil­gen Geist, dass wir sein Lob stets sin­gen,
der Christi Kir­che ward gesandt in Sturm und Feu­ers­flam­men,
zu füh­ren sie mit star­ker Hand durch alle Zei­ten! Amen

Text: Guido Gör­res (1842), Melodie: Kaspar Aiblinger (1845)

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Maienzeit.   
Ihr P. Guido